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Belebende Melancholie

14. März 2007 in Albumreviews

Slow Tempo Blues, melancholisch, ruhig, getragen. Die Feldkircher Formation Mose streicht mit ihrem 5. Album grein ihre gewohnten Qualitäten heraus.

Die Bandmitglieder verstehen es fürwahr, ruhige Songs zu spielen. Wenn neben dir die Welt zusammenbricht, Mose könnte der Sound sein, der dich den Verlust vergessen macht. Die wunderbare Mischung aus Melancholie bei gleichzeitiger Gelassenheit über die Dinge der Welt machen diese Musik angenehm belebend. Die Songs entfalten durch ihre direkte Art und durch die sparsam eingesetzte Instrumentierung ihre volle Kraft.

Überraschend ist bei manchen Liedern das unvermittelte Ändern der Dynamik. Sehr leise Parts münden in einen offenen Klangraum, der die Melancholie abstreift. Der Titelsong grein ist ein Musterbeispiel hierfür und eines der Glanzstücke auf diesem Album. Die Songs southern und big black erinnern zwar stark an die Filmmusik von Italo-Western. Mose aber auf diese Art von Musik zu reduzieren, würde zu kurz greifen. Stücke wie das auf französisch gesungene dure oder das fetzige a/c (das einzige schnelle Lied auf dem Album) passen ganz und gar nicht in dieses Schema. Ein rundum gelungenes Album.

Mose präsentiert ihre neue CD am Samstag, den 17. März um 20.15 im Feldkircher Saumarkt und am 19. April 2007 in Wien.