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Funky Fiesta

22. April 2009 in Reviews

maceo.jpgMaceo Parker und Band machten es am Montag im sehr gut besuchten Conrad Sohm funky.

Seine Bedeutung für die Entwicklung der Popularmusik ist immens. Ohne ihn keinen Funk. Ohne Funk keinen Hip Hop. Hätte er nicht mehr Leben in sich als viele, die Jahrzehnte jünger sind, man müsste Maceo Parker ein Denkmal setzen. Man wird ihm auch ein Denkmal setzen. Irgendwann. Wenn er uns für immer verlassen hat und alle wieder gewusst haben werden, was für ein großer Musiker er war.

Was für ein großer Musiker er ist, davon konnte sich das Publikum am Montag im Conrad Sohm überzeugen. In einem mehr als zwei Stunden dauernden Set zeigte Maceo Parker mit seiner aktuellen Besetzung, was Musik in einer Zeit akustischer Permanenz zur spannenden Angelegenheit macht: It’s what you don’t play. Und wie lautet eine der Regeln des Funk? Je mehr Musiker etwas nicht machen, umso besser. Eine neunköpfige Band? Mindestvoraussetzung.

Im Conrad Sohm mit dabei, Parkers musikalische Langzeitwegbegleiter Bruno Speight (Gitarre), Will Boulware (Keyboard) und Jamal Thomas (Schlagzeug). Ihr Spiel ist pures Understatement. Meisterschaft verbirgt sich hinter diesen scheinbar einfach gebauten Fundamenten. Auch Bassist Rodney Curtis machte scheinbar nichts. Und das hervorragend. Trompeter Ron Tooley und der junge Posaunist Dennis Rollins überzeugten. Wenn sie spielten. Auffällig oft standen sie nämlich unbeteiligt am Rand der Bühne. Wahrscheinlich, weil es jemand so wollte. Warum, das wissen vielleicht Fred Wesley und Pee Wee Ellis.

Maceo Parker war der Star des Abends. Und das gerne. Dass er im Laufe des Konzerts immer seltener zum Saxophon griff, war angesichts seines unvergleichlichen instrumentalen Ausdrucks schade. Auch wenn sein Gesang nicht minder rhythmisch ist. Überraschend und nicht ganz nachvollziehbar war jedoch der Griff zur Querflöte. Aber irgendwie machte er selbst die funky.

Photo courtesy of Hans Speekenbrink.