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Die Summe aller einzelnen Teile

1. März 2010 in Albumreviews

Und es gibt sie doch – geniale Bands aus Österreich mit Weltklasseformat! Den Beweis lieferten am vergangenen Samstag die SOFA SURFERS mit ihrem Gig im Dornbirner Spielboden. Im Rahmen der Präsentationstour ihres am 27. März 2010 erscheinenden Albums “Blindside” zeigte die aus einem DJ-Kollektive erwachsene Band gemeinsam mit (Gast-)Sänger Mani Obeya,dassder 2005 mit dem “roten Album” eingeschlagene Kurs durchaus noch ausbaufähig sein kann.

Die Performance war geprägt von häufigen Instrumentenwechseln untermalt von genialen Samples aus der Hand von “I-Wolf”, welcher zwischendurch auch noch einen zweiten “analogen” Bass zu den neuen Songs beisteuerte. Obwohl die Band auf der Bühne relativ aus auseinandergerissen wirkte (wohl auch der Visuals von Tim Novotny zuliebe) wurde spätestens in der Mitte des Gigs klar, dass hier jeder seine eigene – alle zusammen aber auch ihre – Show liefern: für ein mehrminütiges Intermezzo standen nämlich plötzlich alle ausser Schlagzeuger Michael Holzgruber hinter den Turntables und rockten auch auf diesem Wege den gut gefüllten Spielboden. Präsentiert wurden vor allem Songs aus dem vergangenen (“Good Day To Die”, “Say Something”) Album und natürlich ein großer Teil des kommenden Longplayers “Blindside” – Mani Obeya musst leider zu Beginn des Konzerts schon verkünden, dass die Pre-Sale-CDs für die Tour leider schon vergriffen sind – und dies sicherlich nicht nur zu meinem “Entsetzen”.

Wer den wahren Sinn des Begriffes “Crossover” (mir fallen gar nicht so viele Genres ein, wie sie die Band gekonnt und unbemerkt vermischt) demonstriert bekommen möchte, sollte sich jedenfalls weder die Alben der Band und schon gar nicht einen Live-Gig entgehen lassen.