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Szene Open Air: Die Schlammparty

9. August 2010 in Reviews

Der Regen hatte aufgehört, trotzdem versankt das Szene Open Air am alten Rhein auch am Tag 2 im Schlamm.

Das schien die FestivalbesucherInnen aber weiter nicht zu stören. Einige waren barfuß im Schlamm unterwegs, viele trotzten der Kälte mit temperaturunadequaten T-Shirts.Auch Schwimmreifen wurden hie und da gesichtet. Die BesucherInnen machten aus dem Schlamm eine richtige Party.

Die isländischen Spaßvögel von FM Belfast kamen da gerade recht. Sie stimmten am Freitag die verwegenen KämpferInnen vor der Bühne mit fettem Dancebeat ordentlich auf den Abend ein. Diesmal zu dritt auf der Bühne bewies das immer wechselnde Gespann mit ihren Kopfstimmen zum Elektorbeat einiges an Gesangtalent. „Warum seid ihr so dreckig?“lautete eine der witzigen Fragen des Sängers, das Publikum dankte es ihm mit Gejohle.

„Rien ne va plus“ präsentierten ein Mischung aus Rock und Ansätzen zum Heavy Metal, die 79ers mit gutem alten Rock n Roll. Zu spätere Stunde begeisterten die Headliner Singer/Songwriter Millow und die Wiener Bunny Lake. Die Spielverderber IAMX brachen ihr Konzert nach 2 Minuten bereits ab, da sie mit der Soundqualität nicht zufrieden waren.

Max Herre, einer der Headliner am Donnnerstag, sang am verregneten Donnerstag prompt den Freundeskreissong „Anna“ mit der passenden Songzeile „Immer wenn es regnet muss ich an dich denken“. Seine Mischung aus Folk, Funk und Soul gepaart mit deutschen Texten war herzerwärmend ab der kalten Temperaturen.

Die Wälder Bläserformation Holstuonarmusigbigbandclub erheiterte zuvor auf der Hauptbühne mit augenzwinkernden Coverversionen unter anderem von Take That Ihr Kassenschlager „Vo Mello bis ge Schoppernou“ löst unglaubliche Beigesterungsstürme aus. Überraschend stark präsentierten sich auch Talentesieger „The H“ auf der Newcomerbühne mit fettem Rock.

The Sorrow, die für Volbeat eingesprungen sind, stellten ihre Metalklasse ein weiteres Mal unter Beweis. Harte Metalriffs schnitten durch den strömenden Regen, das fast kenternde Schiff des „The Sorrow“ Banners konnte an diesem Abend passender nicht sein. Schön dass eine Vorarlberger Band als Headliner fungieren kann und das nicht nur als Notlösung sondern als vollwertiger Ersatz.