Die österreichweit wohl bekannteste Vorarlberger Band des vergangenen Jahres, der Holstuonarmusigbigbandclub (HMBC), gab in der Poolbar ein Stelldichein vor heimischem Publikum und bewies, warum sie zu Recht Kultstatus innehaben.

Augenzwinkernd präsentierten sie als erstes Lied ihre neue Single „Vorreasso, vorkouft, as louft“, eine Abrechnung mit dem Musikgeschäft. Stilsicher und musikalisch auf hohem Niveau pendelten sie zwischen Bregenzerwälder Schunkelmusik, Balkansound, jüdischem Klezmer und moderner Popmusik. Ihrer allseitsbekannte Vorliebe für Take That Covers wurden sie dadurch gerecht, dass sie dieser Band gleich mit zwei Songs huldigten. Aber auch ein einfühlsames „I’ll be watching you“ von Sting stach hervor. Schließlich spannte sich ihr musikalischer Bogen bis hin zu Bigbandeinflüssen. Das Publikum in der ausverkauften Halle danke es ihnen mit ausgelassenem Mitgröllen und Mitschunkeln. Dass bei der geheimen Landeshyme „Vo Mello bis ge Schoppornou“ jede und jeder leidenschaftlich mitsang und Textsicherheit bewies, verwunderte ganz und gar nicht.

Time New Roman, die mit ihrer Musik mehr als nur eine Vorband war, punktete durch „independant country“ Sound. Sieben Musiker, sieben Stilrichtungen gegossen in eine kompakte Mischung aus Pop und alpenländische Musik überzeugten: Akkordeon, Syntie, fette Gitarren und eine Trompete machten es möglich.

Über Daniel Furxer

MineMusig Redakteur und freier Kultur-Mitarbeiter bei der NEUE. Musikalische Karriere: Bassist in diversen Kellerbands, aktuell Bassist bei einer Lobpreisband.

 

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