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Golden Reef – New Album Trailer

24. September 2011 in Allgemein, MusigTV, News

Die Wälder Rockbarden von Golden Reef haben auf Youtube einen Trailer zu ihrem im Herbst erscheinenden neuen Album veröffentlicht.

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Motorpsycho live @ Burg Herzberg + Sonnenrot Festival

17. Juli 2011 in Gallery

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Robert Plant – Band Of Joy

9. Januar 2011 in Albumreviews

Als uns die Nachricht zu Ohren kam, dass Robert Plant eine neue Platte, “Band Of Joy”, veröffentlichten würde, sorgte dies für einige Verwirrung in der Redaktion. Band Of Joy? Kenner wissen Bescheid, war das doch die Band, mit der Plant vor ca. 40 Jahren erste musikalische Gehversuche unternahm, bevor er dann mit Led Zeppelin zum Höhenflug ansetzte.
“Band Of Joy” – vielleicht eine Art nostalgische Erinnerung an ‘alte Zeiten’? Denn so ist die kommende Platte tatsächlich tituliert, die an das gemeinsam mit der Country-Sängerin Alison Krauss vor drei Jahren veröffentlichte, sehr erfolgreiche Album Raising Sand anknüpft. Fünf Grammys konnte der Sänger zusammen mit seiner Duett-Partnerin nach Hause tragen, und mit über drei Millionen verkaufter Silberlinge ist dies sogar eine der erfolgreichsten Scheiben im Jahr 2007.
Wer, so wie ich, sämtliche Solo-Veröffentlichungen des Künstlers in seinem Platten-Regal gehortet hat, weiß um die Experimentierfreudigkeit des ehemaligen Zeppelin-Fronters. Keine Scheibe gleicht der anderen, immer wieder versucht Plant neue Wege zu gehen und mit den unterschiedlichsten Soundcollagen zu spielen. So hofiert er nicht nur dem guten alten Blues bzw. Blues Rock oder Rockabilly sondern flirtet mit Folk, Country, Bluegrass, R&B, Gospel, Soul, kokettiert aber auch gern mit orientalischen und afrikanischen Klängen. Selbst wenn seine ersten Veröffentlichungen eher Blues-, Rock- bis Pop-orientiert waren, wurden die kommenden Werke doch zunehmend experimenteller. Mit der Veröffentlichung von Now And Zen, spätestens aber mit Manic Nirvana wurde klar, wohin die musikalische Reise des Robert Plant geht: »Es wird experimentiert, was das Zeug herhält…«
Mit “Raising Sand” betrat Plant fast schon ‘Neuland’ und vermutlich gab es den einen oder anderen Zweifler darüber, dass Rock und Bluegrass bestimmt nicht miteinander harmonieren können. Krauss und Plant belehrten alle Skeptiker eines Besseren.
“Band Of Joy” soll nun noch eins draufsetzen. Unterstützung für sein Vorhaben bekam er von einer fünfköpfigen Crew renommierter Musikergrößen aus Nashville, u.a. mit dabei: Gitarrenlegende Buddy Miller. Dieser stand ihm auch als Co-Produzent hilfreich zur Seite.
Und wieder einmal hat der Meister in der großartigen musikalischen Schatzkiste vergangener Zeiten gekramt und förderte ein Schätzchen nach dem anderen zu Tage, die er nicht einfach als Coverversionen aufpoliert hat, sondern – wie schon so oft – gründlich entstaubt und mit viel Inspiration, ganz nach Plant‘scher Art umarrangiert hat, bevor die Nummern den Weg auf die Platte fanden. Dabei macht er nicht nur eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte, sondern offensichtlich auch durch seine eigene solistische Vergangenheit, denn so mancher Song könnte auf Grund der musikalischen Umgestaltung von einem seiner früheren Werke stammen.
Seit dem Vorgängerwerk greift Plant offensichtlich gern auch auf Duettgesänge (hier mit Patty Griffin) zurück. Seine eigenen Vocals setzt er aus gutem Grund bewusst sorgfältig ein, denn er weiß – im Gegensatz zu so manch einem seiner Berufskollegen seines Alters – was er diesen noch zumuten kann. Zum Einsatz kommen hauptsächlich die Mandoline, das Banjo und die gute alte Pedal Steel Guitar, so dass die Stücke den Roots Rock richtig atmen können.
Und doch kann ich mich nicht ganz des Eindruckes erwehren, dass die Post-Zeppelin-Ära trotz allem Roots-Anstrich eine gewisse Rolle bei der Produktion des Silberlings gespielt hat.
Der Opener, Los Lobos’ “Angel Dance” zum Beispiel hätte sehr gut auch auf “Manic Nirvana” gepasst. “House Of Cards” von Richard Thompson mit seinem Folk-Anstrich wäre genau so wenig ein Fremdkörper auf “Rising Sand” wie “Silver Rider” und “Monkey” (beide stammen ursprünglich aus der Feder der leider sehr unterschätzten US-Rocker Low).
Das locker-flockige “You Can’t Buy My Love” von Barbara Lynn, auf Plant‘sche Art vorgetragen wäre eine Bereicherung für Pictures At Eleven, “I’m Falling In Love Again” atmet den Zeitgeist der Honeydrippers.
“Harm’s Swift Way” (Townes Van Zandt) und “The Only Sound That Matters” erinnern mich etwas an die Lockerheit von “If I Were A Carpenter” und hätten vermutlich beide auf “Fate Of Nation” eine recht gute Figur gemacht und das mit einem Banjo veredelte “Satan Your Kingdom Must Come Down” könnte gut und gerne von der “Manic Nirvana”-Platte stammen. Das Jahr 2005 wird auch nicht ausgelassen: “Even This Shall Pass Away” wäre auf Mighty ReArranger ebenfalls nicht deplatziert gewesen.
“Raising Sand” wurde von mir mit der höchsten RockTimes-Auszeichnung, dem Tipp geadelt. Was soll nun eigentlich noch kommen?
Mit dieser Platte hat sich Robert Plant jedoch wieder einmal selbst übertroffen, denn “Band Of Joy” ist eines seiner interessantesten, reizvollsten Alben, dass er bisher abgeliefert hat, zwar ohne Ecken und Kanten, dafür aber einfach nur herzerweichend schön. Ich kann unserer Kollegin Grit-Marina Müller nur zustimmen: »irrer Sound, klasse Stil und feinste Arrangements!«
Der Mann ist wie guter Wein – je älter, um so besser.
Da ich gerade guten Wein erwähnte: Ich jedenfalls gönne mir jetzt einen vollmundig-süffigen Dornfelder von unserem Lieblingswinzer und der Scheibe noch einige Hördurchgänge, bin mir aber sicher, dass diese ein weiterer Anwärter für meine ‘Platte des Jahres’ werden könnte.
Ich kann jeden Käufer nur vorwarnen: Passt auf – Euch erwartet ein echtes Wechselbad der Gefühle und – Suchtgefahr!

Wüstenrock bei 15 Grad Celsius

5. Oktober 2010 in Albumreviews

Mose ist anders. Das beweist die Vorarlberger Band bei ihrem sechsten, selbstbetitelten Album wieder aufs Eindrücklichste. Die Musiker von Mose bürsten den Zeitgeist konsequent gegen den Strich und bleiben ihrem Sound treu, der aus melancholischen, langsamen Stücken besteht. Sie verweigern sich damit jeglichem Mainstream. Glanzstücke auf dem neuen Album, wie zum Beispiel das tragisch„date with elvis“, sind wohl die beste Zusammenfassung dafür, was Mose ausmacht.

Manchmal wird ihr Sound als Wüstenrock bezeichnet, das bluesige Banjo und die Mundharmonika geben der Musik durchaus einen Westernrock-Anstrich. Die Frage ist nur, wo in Vorarlberg diese Wüste zu finden sei. „Wir spüren die Wüste, wenn wir nach der Probe in der Feldkircher Bahnhofsresti sitzen und um 23 Uhr ist schon Sperrstunde. Das ist sehr traurig“, so Markus Marte, Schlagzeuger der Band.

Für das Artwork der CD zeichnet der freischaffende Harald Gfader verantwortlich, der sich wie Mose „von Vorarlberg inspirieren lässt“. Das Motiv zeigt einige Quadratmeter des gfaderschen Atelierbodens, auf dem legendäre Treffen mit Mose stattfanden. Der Boden dient als Wesensmetapher und stellt einen recht direkten Bezug zum erdigen Mose-Sound her.

Die CD ist umgeben von einer Kartonhülle die wiederum in einem handbedrucktem Holzcase steckt. Jede CD-Hülle ist ein Unikat, das von Menschen der Lebenshilfe angefertigt wurde. „Das ist echte Qualitätsarbeit, sie machen es mit bedacht und langsam und das ist gut so. Die Arbeit ist ein Beitrag zur Entschleunigung, es steckt die Poesie der Hände darin“, so der Künstler Harald Gfader. „In einem Land, in dem Handarbeit meist als etwas Dreckiges gilt, besinnen sich diese Menschen auf das, was sie tun. Hier fängt Kulturarbeit an“. Der Konnex zwischen der Herstellung des Holzcases und der Musik von Mose könnte nicht besser zusammenpassen. Die langsame Musik, die auf nichts als sich selbst hinaus will und die Musiker, die keine Starallüren nötig haben, schaffen ein soziales und kulturelles Gut.

Ihre neue CD präsentierte Mose am 8. Oktober um 20 Uhr in der Johanniterkirche in Feldkirch, „einem Ort, an dem es zu jeder Jahreszeit 15 Grad Celsius hat, also ideal für unsere Musik. Ein wunderbarer Ort.“

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Ländle TV beim Szene Openair

12. August 2009 in MusigTV