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bell etage: with a flying white flag |
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Album-Reviews
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von Daniel Furxer
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Donnerstag, 12. November 2009 |
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Slow motion Indie-Rock kombiniert mit andächtigem, man möchte schon fast sagen nachdenklichem, wehklagendem Gesang (Ernst Tiefenthaler) – das ist bell etage. Wer jetzt glaubt, das aktuelle Album „with a flying white flag“ ist für düstere Stunden gedacht, liegt vollkommen falsch. Die Songs sind durchsetzt mit schwungvollen, hoffnungstragenden Melodien. Die feste Institution eines Cellos (Fabian Jäger) als Leadinstrument, nicht irgendwo als Backgroundbeigabe, sondern konstant im Vordergrund und der sehr reduzierte Einsatz der Gitarre machen diese Band, die in Wien beheimatet ist, zu einem österreichischen Juwel.
Auch auf ihrem aktuellen Album „with a flying white flag“ unterstreichen die fünf Bandmitglieder den Hang zum tiefgreifenden Geschichtenerzählen. Der ruhige Einstieg wird spätestens mit „Front Seat Passenger“ erstmals durchbrochen. Bell Etage kann auch anders. Nämlich ordentlich Gas geben mit durchschlagenden Hook-Lines.
„Ocean in Disorder“, wann hat man schönere Songtitel gelesen? Genauso melancholisch klingt dieser Track, unbeschreiblich eingängig, berührend, den kurzen Augenblick festhaltend. Und das Beste kommt am Schluss: Dorothea ist gerade auch durch den deutschen Text eines der besten Stücke dieses Albums. Die Poesie dieses Songs verwandelt und macht zugleich nachdenklich. Dieses Kunststück kann nur gute Musik vollbringen.
Artist: Bell Etage Album: whith a flying white flag Release: 2009 Label: pumpkin records Producer: Chris Janka |
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Eves Fruit – a sharp thorn grows |
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Album-Reviews
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von Daniel Furxer
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Sonntag, 26. April 2009 |
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August 1991 –Pearl Jam veröffentlicht gleich mit ihrem Debut-Album ein bahnbrechendes und wegweisendes Album für die nächsten paar Jahre: Ten. Über MTV Europe (damals gab es noch kein myspace! ) drang die gute Botschaft und die fantastischen Songs und Videos dieser Band über den Atlantik nach Österreich und in mein Kinderzimmer. Der Grunge hatte mich fest im Griff. Nirvana und Alice in Chains taten ihr übriges.
Warum ich das jetzt alles erzähle? Ganz einfach. Eves Fruit versetzt mich mit ihrem aktuellen Album „a sharp thorn grows“ genau wieder in diese Zeit zurück. Solche Nostalgie-Kicks sind etwas sehr Schönes. Eves Fruit macht jedoch nicht Musik für alte Nostalgiker wie mich, nein, sie spielen mit ihrem Album auf der Höhe der Zeit, mit Profil und klarer Bandlinie.
Der Opener „beyond the frame“ legt die Spur für das restliche Album, kämpferisch und schwungvoll schneidet er sich in meine Gehörgänge. Das ist das Feeling, das sich Grunge nennt. In der Folge kommen auch durchaus melancholische Songs zum Zug.
Bei der dritten Nummer, “inner fear“ strahlt mein Herz (mit dem Klang der Becken) laut auf, durch die schöne Kombination aus geradlinigen Gitarren und fantastischem Gesang. Mehr davon, denk ich mir. Und ja, der Rest vom Album hält noch einiges bereit. Zum Beispiel das kantige und druckvolle „as she walks by“ das ebenfalls hervorsticht. Wobei zu sagen ist, dass kein Lied aus dem Rahmen fällt. Das hohe Niveau hält sich bis zum Schluss.
Bludenz ist nicht Seattle, keine Frage, aber gerade in Bludenz und Umgebung entstehen Bands, die es sich lohnt, live zu hören! Eves Fruit gehört zu diesen!
Artist: Eves fruit Album: a sharp thorn grows Release: 2008 Label: indie Producer: Andreas Lorünser
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Point Blank - Straight Shooter |
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Album-Reviews
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von Daniel Furxer
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Montag, 13. April 2009 |
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Ganz klar: Point-Blank legen mit ihrem Erstling „Straight Shooter“ gleich einen ordentlichen Knaller hin. Bei mehrmaligem Durchlauf entwickelt die Scheibe eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Auf der Dartscheibe, die auf dem Cover zu sehen ist, ergäbe das einen Tripple 20er Wurf.
Die prägnante Stimme von Babsi ist unüberhörbar, der rebellische Ton in ihrer Stimme ebensowenig. Sie macht die Songs markant und anklagend. Angeklagt wird textlich einiges: der Kapitalismus, die Anpassung der Menschen, der immer gleiche „Stuff“ ... Und das ist gut so! Rebellion ist ein hervorragendes Elixier, um fantastischen Rock zu produzieren. Hier wird dem faden Pop-Geplänkel abgeschworen. Konsequenterweise verirrt sich daher auch keine Ballade auf das Album.
Die gut greifenden Gitarren im indie-alternativ Stil und ein druckvoller Bass (als Bassist hört man hier gerne zu – Anspieltipp: „Capitalism“) ergeben eine Zusammenstellung, die straighten Rock ausmacht. Fürwahr, die Protagonisten der Band sind keine Anfänger mehr und sind schon durch die Schule verschiedener Bandformationen gegangen. („Love like salt“, „Armadillo“)
Textlich leicht verständlich (was kein Nachteil ist) finden sich Textzeilen wie „No it wasn’t my day“ (entnommen aus „Don’t wanna talk about it“), die man, augenzwinkernd, nach einem vergeigten Tag gerne aufsaugt. Die Gesamtkomposition stimmt, das Album ist durchdacht, kein Track zu wenig oder zu viel.
Diese Band muss sich wohl nicht verstecken, für mich eine der Vorarlberger Newcomer Bands 2009.
Album: Straight Shooter Release: März 2009 Label: Nap Alm Records Producer: Andreas Lorünser
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von Endy Feverston
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Sonntag, 8. März 2009 |
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The Sorrow veröffentlichen mit „Origin of the Storm“ den lange erwarteten Nachfolger ihres Debutalbums.
„Zu unserem eigenen Konzert zu fliegen“, erinnert sich Tobi an das Tuska Festival 2008 in Helsinki, „das war einer dieser ganz besonderen Momente.” Die Reisen durch Europa, die er mit The Sorrow seit Erscheinen von „Blessings from a Blackened Sky“ unternommen hat, waren für den Bassisten der Vorarlberger Band der Höhepunkt der vergangenen zwei Jahre. Von Rumänien bis Schottland, Spanien bis Finnland – es gibt kaum eine Gegend in Europa, in der die Band nicht aufgetreten ist.
Auch für Gitarrist Andi war der große Erfolg das Leben auf Tour. „Wenn man einen Monat mit dem Bus durch ganz Europa fährt, ist jeder Ort der beste“, erklärt er augenzwinckernd. Mehr als 150 Konzerte gaben The Sorrow, bevor sie sich im September mit ihrem Produzenten Toni Meloni für fünf Wochen in die Principal Studios in Senden bei Münster verabschiedeten.
Nach einer dreiwöchigen Tour mit Sepultura im Februar, die wieder quer durch Europa führte, veröffentlichten The Sorrow am Freitag und keine zwei Jahre nach ihrem Debut ihr zweites Album. Die Erwartungen an den Nachfolger von „Blessings from a Blackened Sky“ (Album des Monats in der deutschen Ausgabe des Metal Hammer) waren hoch.
Ob „Origin of the Storm“ den Durchbruch bringen wird? „Wir haben bereits jetzt mehr erreicht, als wir uns jemals erträumt haben“, antwortet Andi. „Diesen Durchbruch haben wir schon lange hinter uns. Wir hätten jeden für verrückt erklärt, der uns vor fünf Jahren prophezeite, dass wir einmal mit dem Nightliner durch Europa touren würden.“ Dass sie ihr Equipment nach der Show noch selbst abräumen, damit haben die vier kein Problem.
Die Balance zwischen Leben als Rockstar und bürgerlicher Existenz meistert jeder auf seine Art. Für Andi ist Musik alles, über Wasser hält er sich mit Gelegenheitsjobs. Die anderen sind in fixen Anstellungen. Tobi hat, wie er sagt, „großes Glück“. Er ist diplomierter Krankenpfleger, arbeitet in einem Altersheim und kann seine Anstellung relativ frei gestalten. „Wenn wir auf Tour gehen, arbeite ich einfach weniger. Das geht ganz gut.“
Ihrer Zukunft blickt die Band ohne Sorgen entgegen. „Wir machen einfach einen Schritt nach dem anderen“, gibt sich Andi gelassen. „Und wenn's jetzt vorbei wäre, ich wäre der glücklichste Mensch. Wir sind jetzt schon weiter gekommen, als wir je für möglich gehalten haben.“
Albumreview
Mit „Origin of the Storm“ gelingt The Sorrow, was viele nicht für möglich gehalten haben. Sie übertrumpfen ihr Debutalbum. Den Wow-Effekt gab es diesmal beim ersten Anhören natürlich nicht, man wusste ja, was einen erwartet. Das Album überzeugt mit Tiefgang. Was man hier zu hören bekommt, gefällt einem nach dem fünften Mal nicht nur immer noch, es gefällt einem noch mehr. The Sorrow greifen auf „Origin of the Storm“ tief in die Repertoire-Kiste des Metal, bedienen sich hemmungslos bei dem, was zum Besten des Genres zählt, und setzen alles gekonnt und inspiriert in ihrem eigenen musikalischen Gewitter neu zusammen. |
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NILS KOPPRUCH: Den Teufel tun |
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von Michael Feuerstein
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Montag, 31. Dezember 2007 |
 Vögel haben ja in der Regel eine eher kurze Lebensdauer, und auch bei Fink lief das nicht anders, lösten sie sich doch nach mehr als zehn Jahren und sieben Alben nun nach ihrer letzten Platte "Bam Bam Bam" auf. Doch da sind noch viele Lieder, die gezwitschert werden wollen, und so macht Sänger Nils Koppruch nun halt alleine weiter. Sein Anfang April bei V2 Music erschienenes Erstlingswerk "Den Teufel tun" tut dabei vieles von dem, was Fink auch schon gemacht und ausgezeichnet hat: Gute Musik.
Die zwölf Lieder hören sich mehr nach "Vogelbeobachtung im Winter" an als nach "Bam Bam Bam", ein bisschen darf man Herrn Koppruch also ein "Zurück zu den Wurzeln" attestieren. Dass er aber auch anders kann, beweist der Sänger zum Beispiel mit seinem beinahe aufrührerischen "Heimweh", in dem er zur Abwechslung mal hoch politisch wird. Da Koppruch im anschließenden Song "Einmal" den Umstand besingt, dass alles nur einmal ist, hofft man fast, dass sich dies nicht auf das vorangegangene Stück bezieht ...
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R.E.M.: How the hell are you? |
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von Christiane Puchner
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Freitag, 26. Oktober 2007 |
Artist: R.E.M.
Album: R.E.M. Live
Release: 12. Oktober 2007
Label: Warner
R.E.M Live ist immer gut. Noch besser wäre natürlich, wenn man am 26. und 27. Februar 2005 wirklich live im Point Depot in Dublin gewesen wäre, aber der Zug ist nun doch schon eine Weile abgefahren.
So muss man sich eben mit der Doppel-CD plus DVD zufrieden geben. Wobei die Betonung hier auf zufrieden liegt, denn nach 105 Minuten RocknRoll ist die Welt (wieder) in Ordnung.
Das Konzert startet typisch für die Band aus Athens, Georgia: punkig wie in alten Zeiten. Und doch ist nichts mehr so, wie es einmal war: Jeder Song wird variantenreich gespielt und gesungen. Michael Stipe traut sich ja schon seit ein paar Jahren die Worte korrekt auszusprechen und verschluckt sie nicht mehr wie früher. Aber es ist immer wieder ein erwähnenswertes Hörerlebnis insbesondere bei Altbekanntem wie Cuyahoga, Orange Crush oder Drive.
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Die apokalyptischen Reiter auf der Überholspur |
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Mittwoch, 8. August 2007 |
Artist: The Sorrow
Album: Blessings From A Blackened Sky
Release: 27. Juli 2007
Label: Drakkar Records
Producer: Toni Meloni
Mit Blessings From A Blackened Sky legt The Sorrow ein meisterliches Debütalbum aufs Metalparkett.
Um einen vom Hocker zu reißen, bedarf es heute in der Welt des Schwermetalls schon außergewöhnlicher Leistungen. Die Gehörgänge sind überfrachtet. Und auf revolutionäre Neuerungen in der Musik wartet man seit Jahren vergeblich. Selbst die Flagschiffe des Genres, die in den 80er Jahren noch mit Meilensteinen aufwarteten allen voran Metallica fallen in ihren jüngeren Werken vor allem durch Mittelmaß auf. Und just als man sich schon damit abgefunden hatte, für die Meisterwerke tief in die Plattenkiste greifen zu müssen, kommt ausgerechnet aus der Nachbarschaft eine Band daher und bläst einem mit ihrem Debütalbum die Ohrwascheln nach hinten, dass einem die Haare zu Berge stehen.
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Samstag, 28. April 2007 |
Artist: Harry Häusle
Album: Leaba in Vorarlberg
Release: November 2006
Label: Gilla Pogo Music
Producer: Karlheinz Podgornik
Mit dem Nachfolgealbum von i han a Breatt ist Harry Häusle eine CD
mit schwungvollen neuen Vorarlberger Dialektsongs gelungen. Diese Musik
ist fürwahr Easy Listening für den Hock auf dem Balkon oder für das
sommerliche Grillfest. Eingängige Melodien und Texte, die direkt auf
den Punkt kommen, laden zum Mitwippen ein.
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Mittwoch, 14. März 2007 |
Artist: Mose
Album: Grein
Release Date: 2006
Label: Hoanzl
Slow Tempo Blues, melancholisch, ruhig, getragen. Die Feldkircher
Formation Mose streicht mit ihrem 5. Album grein ihre gewohnten
Qualitäten heraus.
Die Bandmitglieder verstehen es fürwahr, ruhige Songs zu spielen.
Wenn neben dir die Welt zusammenbricht, Mose könnte der Sound sein, der
dich den Verlust vergessen macht. Die wunderbare Mischung aus
Melancholie bei gleichzeitiger Gelassenheit über die Dinge der Welt
machen diese Musik angenehm belebend. Die Songs entfalten durch ihre
direkte Art und durch die sparsam eingesetzte Instrumentierung ihre
volle Kraft.
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Montag, 19. Februar 2007 |
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Album: 7.1.3. Borderline
Release Date: 20. Oktober 2006
Label: Rebeat
Mit ihrem neuen Longplayer 7.1.3. Borderline holt Vorarlbergs Sektor 7 zum Crossover-Rundumschlag aus.
Wer sich immer schon eine Platte gewünscht hat, die es mit dem Titel der legendären Samplerreihe Crossing All Over sehr genau nimmt, vom Hardcoregebrüll bis zu Vinylskretchattacken, liegt mit 7.1.3. Borderline goldrichtig. Wer in Stilhygienefragen aber den Weg des Puristen geht, sollte wohl die Finger davon lassen. Sektor 7 versammeln hier nämlich einiges, was normalerweise nicht auf ein Gruppenbild will. Headbangers Ball meets Pimp my Ride. Ungefähr.
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