Black Soul

16. Juli 2011 in Reviews

Macy Gray, ein weiterer big shoot des poolbar Festivals, kam, sah und brachte Soul in die ausverkaufte Halle. Wie kaum anders zu erwarten hielt sie das Publikum durch ihre reine Präsenz in Atem. Eine wahre Engestimme hat diese Frau aus Ohio/USA, da konnte die Band, die übrigens sehr gut aufspielte, fast nichts mehr falsch machen. Die Augen blieben von Anfang bis zum Schluss auf Macy Gray gerichtet. Ekstatisch und exzentrisch trug sie ihre Nummern vor, im Rausch der eigenen Musik. R n’ B, Soul und Funk mischte sie dabei zusammen, dass es eine wahre Freude war. Natürlich, Mainstream ist das allemal und oft genug auch glattfrisiert fürs Radio, aber live klang das sehr aufgeweckt und druckvoll.

Überraschend und zugleich überragen die beiden Coverversionen, die Mrs. Gray an diesem Abend präsentierte. Mit einem fetzigen „Creep“ von Radiohead und ein gefühlvollem „Nothing else matters“ von Metallica sorgte sie für einen musikalisch gelungenen Wechsel in ihrem Set. Zwei ihren beiden Superhits, „I try“ und „Beauty in the world“ packte sie in das Zugabenprogramm, was ihr einen bejubelten Abgang verschaffte.

 

 

Im Alter gereift

8. Juli 2011 in News, Reviews

Am Mittwoch stand mit der belgischen Band dEUS einer der geheimen Headliner des diesjährigen Poolbar-Festivals auf dem Programm.

Wer sich an die Anfangszeit des poolbar Festivals (damals ein noch nicht über die Grenzen Österreichs bekanntes Festival, sondern vielmehr ein familiäres Sommerprogramm für ein paar Freunde) erinnern kann, weiß, dass dEUS bereits 1996 als erster internationaler Act im Pool aufspielte. Eine mittlere Sensation damals, war der Band aus Antwerpen gerade mit ihrem Song „Suds & Soda“ der internationale Durchbruch gelungen. Zum 18. Geburtstag der Poolbar schließt sich so ein Kreis und BesucherInnen der ersten Stunde konnten an diesem Abend nostalgisch an alte Zeiten zurückdenken.

Besetzung und Stil der Band haben sich seither mehrmals verändert, was der Musik von dEUS aber durchwegs nicht abträglich ist. Nach den „unsichtbaren Jahren“ zwischen 1999 und 2005 kehrte dEUS auf die internationale Bühne zurück, inspiriert durch etliche Soloprojekte der einzelnen Bandmitglieder. Ihren Drive die markanten Gitarrenriffs, gepaart mit einer gegen den Strich gespielten Geige und dem explosiven Auftreten des Sängers, prägen nach wie vor den progressiven Rock, gut durchgeschüttelt mit Folk-Elementen. Gleich zu Beginn schmettern sie ihren Hit „The Architect“ vom 2008 Album „Vantage Point“ in die gut gefüllte Halle. Durchgehender Gitarrenrock mit experimentellen Elementen, mal melancholisch, dann wieder kompakt und eindringlich überzeugte auf der ganzen Linie. Durch die Jahre gut gereift griffen die Mannen in ihre Seiten. Ein sensationell aufspielender Alan Gevaert am Bass verpasste dem Konzert seine eigene Note. Einzig die Stimmlage von Leadsänger Tom Barman, die leider nicht sehr variationsreich ausfiel, könnte als Abstrich herhalten, an einem durchwegs ansprechenden Konzertabend.

Die ebenfalls aus Belgien stammende Band Balthazar überraschte im Vorprgramm mit lupenreinem und gefühlvoll gespieltem Rock, während die heimisch Band Mile Me Deaf in ihrem Experimentierdrang in einem schwammigen Sound aus Noise und Punk hängengelieben.

 

Profilbild von MineMusig

von MineMusig

Giveaway #1

8. Juli 2011 in Ankündigungen

Wer kommentiert, gewinnt mit etwas Glück – in diesem Fall eine von zwei CDs der Band “The Flight Of Apollo” mit dem Titel “Jupiter”. Schreib uns einfach deine Meinung in Form eines Kommentars unten ins Kommentarfeld – die Ziehung der Gewinner erfolgt automatisiert…

Profilbild von MineMusig

von MineMusig

dEUS @ Poolbar #18

8. Juli 2011 in Reviews

Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste Begegnung mit dEUS in Form einer Plattenvorstellung auf DRS 3 im Sommer 1994 – ich war damals 17 und tastete mich gerade an die damals aktuelle Musik heran. Einen Sommer später hatte ich die Gelegenheit, diese geniale Band in Lindau auf dem U&D (Umsonst&Draussen) zu sehen – Tom Barman sah damals noch mehr nach Kurt Cobain als nach sich selbst aus, und die Band änderte schon kurz darauf zum ersten Mal das Lineup (Rudi Trouvé, Gitarre und Verantwortlicher für das Artwork der ersten beiden Platten verließ die Band). 1996, kurz vor der Veröffentlichung ihres Zweitwerks “In A Bar, Under The Sea” beehrte die damals noch sehr junge Combo die Poolbar zum ersten Mal. Ziemlich genau 15 Jahre später und zwischenzeitlich mit Tom Barman und Klaas Janzoons als einzige verbleibende Gründungsmitglieder war es nun endlich wieder soweit – Gott ließ sich für einen Abend in den heiligen Hallen der Alpenrepublik nieder – und hinterließ einen mächtigen Eindruck bei dem zahlreich anwesenden Publikum.

Geboten wurde ein Querschnitt aus knapp 20 Jahren des musikalischen Schaffens – mir persönlich fehlte lediglich “Hotellounge”, welches wahrscheinlich auch mit dem aktuellen Lineup bestens funktioniert, aber darüber kann ich angesichts großartiger Versionen von “Suds&Soda”, “Instant Street”, “Roses” u.v.m. gerne hinwegsehen…

Gallery von Daniel Furxer

Poolbar #18, 06.07.2011 – dEUS, Balthazar, Mile Me Deaf

8. Juli 2011 in Gallery